Therapie- und Beratungsstelle für Mediensucht

(Internet, Computerspiele, Handy, etc.)

Die Therapie- und Beratungsstelle für Internetsucht, Computerspielsucht und Handysucht ist eine Anlaufstelle für Betroffene und deren Angehörige.

SELBSTHILFEGRUPPE MEDIENSUCHT
DONNERSTAG, 18:00 -19:30 UHR
ANONYM UND KOSTENLOS
SFU_Folder_Selbsthilfegruppe-Mediensucht (pdf)

Unser Angebot:
• Beratung für Betroffene und deren Angehörige
• Psychotherapie mit Schwerpunkt Mediensucht (z.B. Internet, Computerspiele, Smartphone, etc.)
• Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapie
• Therapeutisch geleitete Gruppe für Betroffene
• Geleitete Gesprächsgruppen für betroffene Angehörige (Elterngruppe)
• Erlebnispädagogische Aktivitäten
• Begleitete Freizeitangebote

Anmeldung und telefonische Auskunft:
Montag bis Donnerstag von 10.00 bis 18.00 Uhr
Freitag von 10.00 bis 15.00 Uhr.

Beratungs- und Therapiezeiten werden individuell vereinbart. Kosten bzw. Möglichkeiten von Kostenzuschuss oder Kostenübernahme werden individuell abgeklärt.

Kontakt:
Barbara Pencik
Telefon: 0664/11 88 222
mediensucht@sfu.ac.at

Leitung: Dr. Dominik Batthyány
dominik.batthyany@sfu.ac.at

Downlaod:
SFU_Folder_Mediensuch (pdf)
SFU_Folder_Selbsthilfegruppe-Mediensucht (pdf)

Standorte:
Kinder und Jugend Ambulanz – Schwedenplatz
Rotenturmstraße 29, 1010 Wien

Kinder und Jugend Ambulanz – Wieden
Faulmanngasse 4, 1040 Wien

Kinder und Jugend Ambulanz – Liesing
Grawatschgasse 4, 1230 Wien

Ablauf:

1. Erstkontakt mit unserer Beratungsstelle
Der Erstkontakt mit der Therapie- und Beratungsstelle für Internet- und Computerspielsucht findet telefonisch oder über Email statt. Sie erhalten Kurzinformationen über das Angebot und können gemäß Wunsch einen Termin für ein persönliches Erstgespräch vereinbaren.

2. Erstgespräch, Beratung und Information
Das Erstgespräch findet je nach Vereinbarung gemeinsam mit den Betroffenen, den Kindern oder Jugendlichen oder nur mit den Bezugspersonen statt (45 min). Der Erstkontakt ermöglicht ein Kennenlernen und Abstecken der Bedürfnisse und Anforderungen.

3. Therapieplanung
Basierend auf den Ergebnissen des Erstgespräches und etwaig anderer, vorliegender Befunde (z.B: Klinisch-psychologische Testung), wird ein Therapievorschlag erstellt und mit den Betroffenen besprochen. Im Zuge der Planung werden Termine für jeweils darauffolgende Betreuungselemente vereinbart.

Wenn aus Spiel Sucht wird.
Neben den vielen positiven Aspekten von Internet, Computerspielen, etc., können in diesem Kontext auch Verhaltensweisen auftreten, die Sorgen bereiten. Hiezu zählt das Phänomen, dass eine Nutzung exzessiv suchtartig entgleiten kann.

Folgende Anzeichen sind mögliche Hinweise auf ein problematisches Computerspiel- oder Mediennutzungsverhalten:
• Das Computerspiel- oder Mediennutzungsverhalten tritt über einen längeren Zeitraum (mind. 12 Monate) in einer von der Norm abweichenden Form und über das Maß hinaus auf

Kontrollverlust bezüglich Beginn, Ausmaß und Intensität des Computerspiel- oder Mediennutzungsverhaltens
Abstinenzverlust – Versuche, das Computerspielen bzw. die Mediennutzung einzuschränken oder aufzugeben, scheitern wiederholt
Unwiderstehlicher Drang bzw. Verlangen zu spielen oder bestimmte neue Medien zu nutzen
Entzugserscheinungen wie z. B. Unruhe, Gereiztheit, Konzentrationsschwäche treten auf, wenn das Computerspiel- oder Mediennutzungsverhalten reduziert oder aufgegeben werden soll
Vernachlässigung von Verpflichtungen (schulischer, beruflicher oder familiäre Art)
Starke gedankliche Beschäftigung mit dem Verhalten auch während anderer Aktivitäten
• Das Computerspielen oder das Mediennutzungsverhalten wird zunehmend zur Stimmungs- und Gefühlsregulation eingesetzt und zur einzigen Möglichkeit, Gefühle effektiv zu regulieren
Leidensdruck – anfänglich angenehmes belohnendes Verhalten wird im Verlauf der Suchtentwicklung als zunehmend belastend empfunden.

 

LITERATURHINWEIS:
Rausch ohne Drogen
Substanzungebundene Süchte
Batthyány, Dominik; Pritz, Alfred (Hrsg.)
Springer WienNewYork 2009
ISBN: 978-3-211-88569-7