Gruppentherapie für Angehörige von Menschen mit Verhaltenssüchten
Verhaltenssüchte – wie Mediensucht, Glücksspiel oder Kaufsucht – betreffen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihr Umfeld. Angehörige geraten dabei oft in einen Kreislauf aus Sorgen, Hilflosigkeit und dem Versuch, die Situation zu kontrollieren. Eigene Bedürfnisse und Grenzen gehen schnell verloren.
Gerade im digitalen Bereich entstehen zusätzliche Belastungen: Die Online-Welt entwickelt sich rasant, bietet unzählige Möglichkeiten und gleichzeitig erhebliche Risiken. Viele Kinder und Jugendliche bewegen sich in dieser Parallelwelt selbstverständlich – für Erwachsene ist jedoch oft schwer nachvollziehbar, was dort passiert, welche Dynamiken wirken und wie man unterstützen, schützen und Grenzen setzen kann, ohne ständig in Konflikte zu geraten oder sich selbst zu überfordern.
Unsere Gruppenpsychotherapie für Angehörige bietet einen geschützten Rahmen, um diese vielfältigen Herausforderungen zu verstehen und neue, realistische Wege im Umgang mit der Sucht Ihres nahestehenden Menschen zu entwickeln – ob diese im analogen oder digitalen Raum stattfindet.
In der Gruppe geht es um
- Verständnis für Suchtdynamiken, Co-Abhängigkeit und familiäre Muster
- Einordnen der Besonderheiten digitaler Medienwelten und der damit verbundenen Risiken
- Austausch mit anderen, die ähnliche Erfahrungen machen
- Stärkung des eigenen Selbstwerts und der emotionalen Stabilität
- Entwicklung klarer persönlicher Grenzen – auch im digitalen Raum
- Selbstfürsorge und Entlastung im Alltag
- Umgang mit Überforderung, Schuldgefühlen und Kontrollverlust
- Unterstützung bei schwierigen Entscheidungen und komplexen Lebenssituationen
Download: Folder (pdf)
Termine:
1x monatlich, montags von 18:30 – 20:00 Uhr,
1. Termin: 15.12.2025,
2. Termin: 19.01.2026
Anmeldungen unter:
Anna Brugger
anna.brugger@sfu.ac.at
oder +43 678 78 26 267